MalerinnenNetzWerk stellt in der Kunsthalle Erfurt aus
Aktuelle Positionen und unterschiedliche Ansätze
Das MNW ist ein Zusammenschluss von Künstlerinnen aus Berlin und Leipzig. 2015 gegründet, versteht es sich als Plattform für zeitgenössische Malerei, mit dem Ziel, die Sichtbarkeit von Künstlerinnen durch gemeinsame Ausstellungen zu stärken sowie Austausch und Vernetzung zu fördern
Auch wenn mittlerweile über 60 % der Absolventinnen und Absolventen von Kunstakademien weiblich sind, besteht in Bezug auf ihrer Präsenz in Ausstellungen, Galerien, Sammlungen sowie bei der Vergabe von Stipendien und Förderungen noch ein deutliches Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Kunstschaffenden. Schon früh erkannten Künstlerinnen die Bedeutung kollektiven Handelns und so setzt auch das MNW auf das Bündeln gemeinsamer Ressourcen. Neben Ausstellungen in verschiedensten Orten organisieren sie auch Ateliertreffen, Werkgespräche und gemeinsame Publikationen.
Die thematisch offene Ausstellung in Erfurt zeigt aktuelle Positionen und unterschiedliche Ansätze innerhalb des klassischen Mediums Malerei. Zugleich macht sie auch neue Tendenzen sowie medienspezifische Fragestellungen sichtbar – das unterstreicht einmal mehr der Titel, der sowohl auf Farbe als Material und physisches Phänomen als auch Tonwerte (franz. Valeurs) Bezug nimmt. Neben zeitgenössischer Malerei umfasst die Ausstellung auch installative und grafische Arbeiten. Mit dabei sind Werke von Undine Bandelin, Joanna Buchowska, Isabelle Dutoit, Nina K. Jurk, Katrin Kunert, Gudrun Petersdorff, Ann-Katrin Schaffner, Sophia Schama, Anija Seedler, Bettina Sellman, Miriam Vlaming und Susanne Wurlitzer.
Regelmäßig arbeitet das MNW auch mit Gastkünstlerinnen und Gastkuratorinnen zusammen – in dieser Präsentation sind die in Thüringen arbeitenden Künstlerinnen Elke Albrecht, Annekatrin Lemke und Ulrike Theusner eingeladen, nacheinander ihre Arbeit zu präsentieren. Der Wechsel der Ausstellungsposition findet jeweils am 4. August und 22. September statt.
Die von der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen geförderte Ausstellung wird bis zum 1. November 2026 gezeigt.