Filmvorführung „Fassaden“ in der Ausstellung „Franziska Greber: Women in the Dark – Aufruhr des Schweigens“

29.04.2026 18:30 – 29.04.2026 20:00

Am Mittwoch, dem 29. April, findet um 18:30 Uhr die Filmvorführung „Fassaden“ in der Ausstellung „Franziska Greber: Women in the Dark – Aufruhr des Schweigens“ in der Kunsthalle Erfurt statt. Der Eintritt ist frei.

Ein Mann hält eine nach hinten gelehnte Frau im Blauen Stoff, im Vordergrund der Schriftzug „Fassaden“
Plakat „Fassaden“ Foto: © Rotzfrech Cinema
29.04.2026 20:00

Filmvorführung „Fassaden“ in der Ausstellung „Franziska Greber: Women in the Dark – Aufruhr des Schweigens“

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Kunsthalle Erfurt
Veranstaltungsort Kunsthalle Erfurt, Fischmarkt 7, 99084 Erfurt
workTel. +49 361 655-1651+49 361 655-1651

Zum Film „Fassaden“

Häusliche Gewalt gegen Frauen: Die Zahlen sind eindeutig, das Leid kaum auszuhalten; und dennoch bleibt die Gewalt und vor allem die davon Betroffenen oft unsichtbar.

Was Frauen in toxischen Beziehungen erleben, welche Auswirkungen die Gewalt auf ihr Leben hat und wie sie einen Ausweg und Hilfe finden, dies macht Alina Cyranek in ihrem Dokumentarfilm „Fassaden“ sichtbar. 
 
In „Fassaden“ erzählt Sandra Hüller die Geschichte einer Frau, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbricht, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber wegschaut. Der Film zeigt, welche Machtstrukturen hinter den Fassaden stecken und wie der Staat Frauen unzulänglich schützt.

Die Erzählung wurde aus vier realen Erfahrungsberichten zu einer Geschichte verdichtet, um die Anonymität der Frauen zu wahren. Alle Ereignisse haben sich tatsächlich so zugetragen, nichts ist erfunden. Ein Tanzpaar erschafft in einer Blackbox Bilder einer Beziehung, hochästhetisch, physisch, poetisch und lässt somit Raum für Vielschichtigkeit und Komplexität solch einer Beziehung. Die Manipulation der Frau wird mittels Animation zunehmend sichtbar gemacht, indem einzelne Frames auf Papier ausgedruckt, bearbeitet und wieder in den Realfilm eingefügt werden. Den klassisch dokumentarischen Rahmen bilden Experteninterviews, die klar und sachlich die Machtverhältnisse und Beziehungsstrukturen einordnen.

„Fassaden“ ist kein einfach konsumierbarer Film, sondern eine Herausforderung für die Zuschauenden. Häusliche Gewalt und die damit verbundenen Statistiken sind brutal, erschütternd, physisch. „Fassaden“ spiegelt all das in seiner Form wider, ist radikal und eigensinnig.

Genre: Dokumentarfilm
Regie: Alina Cyranek
Produktion: hug films
Gelesen von: Sandra Hüller
Sprache: Deutsch
Laufzeit: 87 Minuten
FSK: ab 12 Jahren freigegeben

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  • Eine stehende Person die sich aufzulösen scheint, daneben eine zweite Person sitzend

    Still „Fassaden“

    © Rotzfrech Cinema
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