In Bewegung bleiben - Podiumsdiskussion mit Gabriele Stötzer und Monique Förster am „Tag der Demokratiegeschichte“

18.03.2026 18:00 – 18.03.2026 20:00

Am 18. März findet in diesem Jahr erstmals bundesweit der Tag der Demokratiegeschichte unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier statt. Aus diesem Anlass sprechen Gabriele Stötzer und Monique Förster über die Rolle, die Kunst für sie im deutschen Demokratieprozess um 1989 gespielt hat. Der Eintritt ist frei.

Bild mit fünf Frauen in künstlerischen Gewänden
Künstlerinnengruppe Erfurt (Exterra XX) 1990 Foto: © Christiane Wagner
18.03.2026 20:00

In Bewegung bleiben - Podiumsdiskussion mit Gabriele Stötzer und Monique Förster am „Tag der Demokratiegeschichte“

Genre Veranstaltung
Veranstalter Angermuseum Erfurt
Veranstaltungsort Angermuseum Erfurt, Anger 18, 99084 Erfurt
workTel. +49 361 655-1651+49 361 655-1651

Seit Mitte der 80er Jahre äußerten die Künstlerinnen mit der Künstlerinnengruppe Erfurt – Exterra XX (1984-1994) Kritik am DDR-Staat in Form von künstlerisch-performativen Aktionen. Am 4. Dezember 1989 waren sie maßgeblich an der Besetzung der Stasi-Zentrale in der Andreasstraße beteiligt und haben das Geschehen filmisch verarbeitet. Im Gespräch mit Prof. Dr. Elke Werner, Direktorin der Kunstmuseen Erfurt, lädt der Abend zu Diskussionen mit den Zeitzeuginnen über das Verhältnis von Kunst und Demokratie ein.

Gabriele Stötzer, 1953 in Emleben geboren, ist eine der wichtigsten Künstlerinnen seit den 1980er Jahren. In ihrem künstlerisch-aktivistischem Werk erforscht sie kritisch Machtverhältnisse und Rollenzuschreibungen. Mit ihrer Kunst und ihrem Leben steht sie für persönliche und künstlerische Freiheit ein. Sie wurde 2026 mit dem international renommierten Preis des Goslarer Kaiserrings ausgezeichnet. 

Monique Förster ist Künstlerin, Kuratorin und seit 1991 Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin des Kunsthaus Erfurt. Sie studierte Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und war Gründungsmitglied der Künstlerinnengruppe Erfurt. Seit 2013 ist sie Co-Inhaberin der Galerie Hammerschmidt + Gladigau und hat zahlreiche internationale Ausstellungen und Publikationen zur zeitgenössischen Kunst realisiert.

Der Eintritt ist frei und ohne Anmeldung möglich.

Gefördert von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.

Offizielles Badge zum „Tag der Demokratiegeschichte“ mit Schriftzug und Grafik in Schwarz-Rot-Gold
Foto: © Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte

Am erstmaligen Tag der Demokratiegeschichte beteiligen sich im Aktionszeitraum vom 18. bis 22. März 2026 historische Orte der Demokratiegeschichte in ganz Deutschland mit einem reichhaltigen Angebot an über 200 Veranstaltungen.

Historisch betrachtet ist der 18. März ein gleich mehrfach bedeutendes Datum und damit bestens geeignet, um an die wechselvolle Demokratiegeschichte Deutschlands zu erinnern. Kein Tag steht so sehr für das jahrhundertelange deutsche Ringen um Demokratie: der Tag der Mainzer Republik 1793, der Revolution von 1848 und der ersten freien Volkskammerwahl in der DDR im Jahr 1990.

Der neue Aktionstag wurde initiiert von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.