In Bewegung bleiben - Podiumsgespräch mit Gabriele Stötzer und Monique Förster
Seit Mitte der 80er Jahre äußerten die Künstlerinnen mit der Künstlerinnengruppe Erfurt – Exterra XX (1984-1994) Kritik am DDR-Staat in Form von künstlerisch-performativen Aktionen. Am 4. Dezember 1989 waren sie maßgeblich an der Besetzung der Stasi-Zentrale in der Andreasstraße beteiligt und haben das Geschehen filmisch verarbeitet. Im Gespräch mit Prof. Dr. Elke Werner, Direktorin der Kunstmuseen Erfurt, lädt der Abend zu Diskussionen mit den Zeitzeuginnen über das Verhältnis von Kunst und Demokratie ein.
Gabriele Stötzer, 1953 in Emleben geboren, ist eine der wichtigsten Künstlerinnen seit den 1980er Jahren. In ihrem künstlerisch-aktivistischem Werk erforscht sie kritisch Machtverhältnisse und Rollenzuschreibungen. Mit ihrer Kunst und ihrem Leben steht sie für persönliche und künstlerische Freiheit ein. Sie wurde 2026 mit dem international renommierten Preis des Goslarer Kaiserrings ausgezeichnet.
Monique Förster ist Künstlerin, Kuratorin und seit 1991 Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin des Kunsthaus Erfurt. Sie studierte Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und war Gründungsmitglied der Künstlerinnengruppe Erfurt. Seit 2013 ist sie Co-Inhaberin der Galerie Hammerschmidt + Gladigau und hat zahlreiche internationale Ausstellungen und Publikationen zur zeitgenössischen Kunst realisiert.
Der Eintritt ist frei und ohne Anmeldung möglich.