Podiumsgespräch „Zitronenfalter am Hauptbahnhof – Gerhard Altenbourg zum 100. Geburtstag“
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Gerhard Altenbourg (1926-1989) wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum nehmen die Kunstmuseen Erfurt zum Anlass, an einen der bedeutendsten deutschen Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu erinnern.
Am Dienstag, 17. März, um 18 Uhr lädt das Angermuseum zum Podiumsgespräch „Zitronenfalter am Hauptbahnhof – Gerhard Altenbourg zum 100. Geburtstag“ ein. Prof. Dr. Elke Werner (Direktorin der Kunstmuseen Erfurt) und Cornelia Nowak (Kuratorin der Grafischen Sammlung) sprechen mit dem Direktor der Altenburger Museen und Dr. Roland Krischke (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gerhard Altenbourg) über Leben und Werk des Künstlers, der im thüringischen Altenburg lebte und bis zu seinem Tod enge Kontakte nach Erfurt unterhielt. Hier waren Alfred T. Mörstedt und Rudolf Franke wichtige Wegbegleiter.
Das Altenbourg-Jubiläum ist im Angermuseum Anlass für den „Szenenwechsel#1“: In der neuen Sammlungspräsentation „Goldlack und Kakteen. Aufbrüche, Umbrüche und die Kunst in Erfurt“ ist im Themenbereich „Kunst auf Papier“ nach Aquarellen von Christian Rohlfs nun eine Auswahl von Meisterwerken Gerhard Altenbourgs in dichter Hängung zu sehen. Die sieben aktuell ausgestellten Werke Altenbourgs entstanden zwischen 1949 und 1989 und gelangten mit der großzügigen Schenkung der Sammlung von Rudolf und Ilse Franke (Erfurt) 2004 in das Angermuseum. Gezeigt wird zudem ein handschriftlich verfasster Brief des Künstlers aus dem Jahr 1967 an seinen Sammler Rudolf Franke. Gerhard Altenbourg war Mitglied der legendären „Erfurter Ateliergemeinschaft“. Zwischen 1963 und 1974 organisierte die Gruppe privat Ausstellungen, edierte Grafikmappen und pflegte jenseits des offiziellen DDR-Kunstbetriebes ein dichtes Netzwerk von Kunst- und Kulturschaffenden.