Erfolgreiche Wolken-Ausstellung im Angermuseum endet am 26. Juli

16.07.2026 16:25

Nur noch bis zum 26. Juli wird die große Sommerausstellung „Dem Himmel so nah. Wolken in der Kunst“ im Angermuseum gezeigt. Mehr als 13 000 Menschen haben in den letzten 15 Wochen die Schau gesehen.

Begeisterte Besucherstimmen und letzte Führungen

Foto: Blick in die Ausstellung Foto: © Stadtverwaltung Erfurt / D. Urban

Im reich gefüllten Besucherbuch kommt zum Ausdruck, was die Kunstinteressierten besonders überzeugt: „Eine fantastische Ausstellung, schon alleine dafür hat sich die Reise nach Erfurt gelohnt – wunderbar zusammengestellt und präsentiert“, „Tolle Idee mit dem Liegemöbel, perfekt eingepasst! Besonders schön, dass auch das Deckengemälde einmal gewürdigt wird“, „Ich bin auf Wolke 7!“.

Die Besucher zeigten sich auch begeistert von neuen, interaktiven Elementen der Ausstellung und einem reichhaltigen Workshop-Angebot. Dazu gehören zwei Hands-on Werkstätten, wo Wolken-Betrachter gebastelt und eigene Bilder experimentell dem Wetter ausgesetzt werden können. Das Begleitprogramm der Ausstellung bot neben gut besuchten Kuratorenführungen und Vorträgen namhafter Experten zu kunsthistorischen und naturwissenschaftlichen Aspekten von Wolken auch neue kommunikative Formate wie etwa ein „Blind Date mit Kunst“.

An zwei Terminen finden noch letzte öffentliche Führungen mit Kurator Thomas von Taschitzki statt: am 19. Juli um 15:00 Uhr und am 23. Juli um 16:00 Uhr. Zu einem Spaziergang durch die Ausstellung lädt Grit Becher von den Kunstmuseen Erfurt am Dienstag, dem 21. Juli, um 16:30 Uhr ein.

Die Ausstellung versammelt Werke von 47 internationalen Künstlerinnen und Künstlern und bringt Wolkenbilder aus fünf Jahrhunderten in einen Dialog mit der Gegenwartskunst. Die zuvor in der Kunsthalle Emden und der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen gezeigte Ausstellung umfasst Werke von Albrecht Dürer über Andreas Achenbach und Erich Heckel bis zu Gerhard Richter und Yoko Ono und wurde in Erfurt durch zahlreiche Werke aus dem eigenen Sammlungsbestand erweitert, etwa von Jacob Samuel Beck, Johann Erdmann Hummel, Margaretha Reichardt und Winifred Zielonka. Eine weitere Besonderheit sind 18 Ölstudien, die den neuen, feinsinnigen Blick der Freilichtmaler im 19. Jahrhundert auf Wolken, Wetter und Atmosphäre vielfältig sichtbar machen. In der Gegenwartskunst mischen sich auch kritische Aspekte in die Wahrnehmung der Himmels-Phänomene, etwa wenn in der großen Videoarbeit von Almut Linde die menschengemachten dunklen Wolken des größten Braunkohlekraftwerks Deutschlands fokussiert werden.