Hereinspaziert: Hoher Chor der Barfüßerkirche öffnet
Kulturschätze können Dienstag bis Sonntag besichtigt werden
In diesem Zeitraum trägt der Initativkreis Barfüßerkirche außerdem zur Belebung der Barfüßerkirche bei. Neben Führungen zur Langen Nacht der Museen am 29. Mai werden auch verschiedene Konzerte im Hohen Chor veranstaltet. Die nächste Aufführung „Saitenglanz und Spitzentanz“ findet am Montag, dem 8. Juni, um 19 Uhr statt. Kristina Kato (Violine), Eugen Mantu (Violoncello) und Christina Vestergom (Harfe) werden dieses Mal tänzerisch von der Primaballerina der Chemnitzer Oper, Natalie Krekou, begleitet.
In unmittelbarer Nähe der Brücke, die die Schlösserstraße über den Breitstrom führt, steht die 1944 zum großen Teil zerstörte Barfüßerkirche. Das lange durchgehende Satteldach der Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters prägte jahrhundertelang das Erfurter Stadtbild. Noch in ihren Resten ist sie ein großartiges Beispiel deutscher Bettelordensbaukunst des 14. und 15. Jahrhunderts. Schon 1224 gelangten die Franziskaner nach Erfurt. Von ihrem ersten Kirchenbau sind nur die Glasmalereien (um 1235) erhalten. Sie wurden im Chor des um 1300 begonnenen heutigen Baus wiederverwendet. Mit der Reformation war das Kloster aufgehoben worden. Bis 1977 war die Kirche Gotteshaus der evangelischen Barfüßergemeinde.