Finale für Mirjam Pressler: Schreiben ist Glück endet im Mai
Sonderausstellung über preisgekrönte Schriftstellerin
Die Sonderschau beleuchtet die bewegende Lebensgeschichte der preisgekrönten Schriftstellerin, Übersetzerin und Malerin mit zahlreichen persönlichen Einblicken. Besucherinnen und Besucher können in die Bücherwelten der „Dunkles Gold“-Autorin eintauchen und an sieben Mitmachstationen selbst kreativ werden. Wer die Sonderschau noch besuchen möchte, hat mit dem Eintrittsticket gleichermaßen Zutritt zu allen drei Ausstellungsorten.
Anlässlich der Langen Nacht der Museen in Erfurt am 29. Mai 2026 laden das Netzwerk Jüdisches Leben und das Jüdische Museum Frankfurt zum feierlichen Ausstellungsabschluss in den Kulturhof Krönbacken ein. Von 19 bis 22 Uhr entstehen im Kreativworkshop „Tape Art“ eigene Bilder mithilfe von Washitape. Ab 22 Uhr führen die beiden Gastkuratorinnen Dr. Franziska Krah und Talitha Breidenstein in einer einstündigen Wein-Führung final durch die Ausstellung. Für den Besuch ist ein gesondertes Ticket der Museumsnacht erforderlich. Mehr zum Programm sowie Tickethinweise sind unter www.nachtdermuseen.com/erfurt zu finden.
Zur Sonderausstellung
Die interaktive Ausstellung über die preisgekrönte Autorin, Übersetzerin und Malerin Mirjam Pressler (18. Juni 1940 – 16. Januar 2019) lädt dazu ein, in ihre Bücherwelten einzutauchen und selbst kreativ zu werden. Sie bietet ganz persönliche, sonst unzugängliche Einblicke in das Leben der eher verschlossenen Künstlerin. An insgesamt sieben Mitmachstationen können sich Besucherinnen und Besucher aktiv einbringen. Presslers knapp 40 Bücher warten an zahlreichen Lesestationen darauf, inhaltlich entdeckt zu werden. Die zur Lektüre vor Ort frei zugänglichen Werke verleihen der Schau einen gewissen Bibliothekscharme.
Über Mirjam Pressler
Pressler zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. 1940 kam sie als Kind einer unverheirateten Mutter in Darmstadt zur Welt. Ihre ersten Lebensjahre waren von Armut, Einsamkeit und Gewalt geprägt. Als Jugendliche träumte sie davon, Malerin zu werden. Erst mit 39 Jahren fand sie zum Schreiben. Ihre Bücher behandeln schwierige Themen wie Angst, Gewalt, Einsamkeit, Behinderung und Essstörungen. Zugleich sind Lebensmut und Hoffnung starke Motive. Die Schriftstellerin beschäftigte sich insbesondere mit jüdischen Themen und erinnerte an Überlebensgeschichten aus der Zeit des Nationalsozialismus. In ihrem letzten Roman „Dunkles Gold“ erzählt Mirjam Pressler die Geschichte des Erfurter Schatzes, der in der Alten Synagoge besichtigt werden kann.