„Wann zogen in der Kunst die Wolken auf?“ – Vortrag mit Florian Illies
Autor, Kurator und Kunsthistoriker spricht über „Geschenke des Himmels“
Am blauen Himmel der Kunst werden in genau dem Moment die Wolken zu Hauptdarstellern, als ihnen auch die Wissenschaft endlich einen Namen gegeben hat. Florian Illies erzählt in seinem Vortrag von dieser Gleichzeitigkeit und davon, wie die Wolken die Malerei in Bewegung versetzt haben. Der Vortrag ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Geboren 1971, studierte Florian Illies Kunstgeschichte in Bonn und Oxford. Er war Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und der Zeit, Verleger des Rowohlt Verlages, leitete das Auktionshaus Grisebach und gründete die Kunstzeitschrift Monopol. Heute ist Florian Illies Mitherausgeber der Zeit und freier Schriftsteller. Er lebt in Berlin. In den letzten Jahren kuratierte Florian Illies mehrere Kunstausstellungen, unter anderem die vielbeachtete Ausstellung „Mehr Licht. Die Befreiung der Natur“ im Museum Kunstpalast Düsseldorf über die Ölstudienmalerei des 19. Jahrhunderts.
Die Ausstellung „Dem Himmel so nah. Wolken in der Kunst“, die bis zum 26. Juli im Angermuseum Erfurt zu sehen ist, widmet sich dem Motiv der Wolken in der Kunst und bringt Werke verschiedener Epochen in einen Dialog mit der Gegenwartskunst. Sie versammelt Werke aus über 500 Jahren und umfasst 47 internationale Positionen, von Albrecht Dürer bis Yoko Ono. Sie alle machen mit ihrer Kunst eines deutlich: Unsere Beziehung zum Himmel und seinen Phänomenen ist immer auch von tiefer emotionaler und existenzieller Bedeutung.