Hamsa eröffnet in der Galerie Waidspeicher

09.03.2026 15:11

Vom 10. März bis 5. Juli 2026 zeigt das Netzwerk Jüdisches Leben Erfurt in Kooperation mit Gastkurator Ido Noy und den Erfurter Kunstmuseen die Sonderausstellung „Hamsa, Hamsa, Hamsa“ in der Galerie Waidspeicher im Kulturhof Krönbacken.

Altes Zeichen für Schutz, Heilung und Glück künstlerisch neu interpretiert

Foto: Blick in die Ausstellung in der Galerie Waidspeicher Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
Foto: Eine von 555 ausgestellten Hamsas Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Die Ausstellung widmet sich dem ikonischen und spirituellen Symbol der geöffneten Handfläche mit ihren fünf Fingern – abgeleitet vom arabischen Begriff „khamsa“, was wörtlich übersetzt „fünf“ bedeutet. Die Hand ist ein in den drei größten Weltreligionen weit verbreitetes Motiv in der darstellenden, volkstümlichen und populären Kultur. Die Handfläche gilt ebenso wie die Zahl fünf als göttliches Zeichen der Quelle für Heilung sowie gute Gesundheit und Fruchtbarkeit.

Insbesondere in der jüdischen und muslimischen Tradition ist dieses Symbol für Schutz und Glück weit verbreitet und wird oft als Amulett oder Talisman verwendet, um negative Kräfte abzuwehren sowie ihrem Eigentümer Segen und Glück zu bringen. „Das Motiv der Hamsa ist im Judentum wie im Islam und im Christentum gebräuchlich und zeigt, dass uns mehr verbindet als trennt. Das zu vermitteln, ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig“, so Maria Stürzebecher, Kuratorin Welterbestätte „Jüdisch-Mittelalterliches Erbe in Erfurt“, zu den Beweggründen der neuen Sonderschau.

Die von Ido Noy kuratierte Ausstellung wurde bereits in Jerusalem, New York und Halberstadt gezeigt und umfasst Arbeiten von elf israelischen Künstlerinnen. Mit dabei sind Hannan Abu-Hussein, Sara Benninga, Zenab Garbia, Rinat Gilboa, Nechama (Ken) Goldman, Andi LaVine Arnovitz, Linda Lieff Altbef, Yifat Naim, Hili Noy, Noa Tripp und Noga Zohar. Ihre künstlerischen Werke werden begleitet von einer Collage aus 555 Hamsas aus den Läden der Jerusalemer Altstadt. Sie stehen für lokale Traditionen und kulturellen Austausch.