Einblicke in die Atelierarbeit im Kunst-Labor

18.08.2020 12:52

Die Textilkünstlerin Britta Schatton und der Holzbildhauer Florian Schmigalle gaben den Auftakt für die ersten der insgesamt sieben Workshops, die im Rahmen des Erfurter Kunst-Labors im Sommer dieses Jahres in den Ateliers von Erfurter Künstlerinnen und Künstler und unter freiem Himmel stattfinden.

eine Frau und ein Mädchen arbeiten an einem Tisch künsterlisch mit Stoff
Foto: In ihrem Atelier erklärt Britta Schatton den künstlerischen Umgang mit verschiedenen Textilien. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt

Nach den ersten Versuchen, die künstlerische Arbeit digital zu vermitteln, konnten nun die Werkstattarbeit und der Austausch mit den Künstlern analog stattfinden. So haben vom 20. bis 24. Juli die ersten Ferienkinder ihre Zeit kreativ im Atelier von Britta Schatton und Florian Schmigalle verbracht. Im Atelier von Britta Schatton stehen textile Materialien wie Seide oder Wolle im Vordergrund, im Atelier von Florian Schmigalle ist es das Holz, welches geschnitzt, gebohrt, geschraubt, bemalt oder lasiert wird. Viele kleine Meisterwerke haben beide Werkstätten hervorgebracht.

eine aus Holz gestaltete Ananas
Foto: Gemeinsam mit Holzbildhauer Florian Schmigalle haben Kinder und Jugendliche künstlerisch mit Holz gearbeitet. Foto: © Florian Schmigalle

Das Kunst-Labor ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kunstmuseen Erfurt, des Vereins Kultur macht stark e. V. und dem Netz e. V. und kümmert sich seit 2015 um die Vermittlung künstlerischer, kreativer, sinnstiftender Beschäftigungen für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren. Eingebunden in das Langzeitprojekt sind acht Erfurter Künstlerinnen und Künstler verschiedenster Kunstgattungen, die Mitglieder des Verbandes Bildender Künstler Thüringen e. V.  sind und vielfältige Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen besitzen.

Viel Engagement steckt in der Arbeit von der Vorbereitung der Antragstellung bis zur Verwirklichung der künstlerisch-pädagogischen Arbeit im Atelier eines einzelnen Künstlers. Dazu zählen: gemeinsam konstruktive Konzepte entwickeln, altersgerechte, ansprechende Themen und Materialien finden, künstlerische Umsetzungen planen, in die Handhabung komplizierter Werkzeuge einführen und die Verwirklichung der anspruchsvoll geführten konzentrierten Tätigkeit, die sich für die Teilnehmenden über vier bis fünf Tage im Künstleratelier erstreckt.

Die Arbeit zahlt sich aus. Ein jedes Kind freut sich über sein künstlerisch geschaffenes Resultat, ein jeder Künstler über einen sinnbehafteten Auftrag und seine erfüllende Tätigkeit.

Aufgrund des großen Interesses sind die Organisatoren um eine Fortführung für 2021/2022 sehr bemüht.