Markus Matthias Krüger und Wolfgang Mattheuer – Unter blauen Himmeln

31.07.2022 10:00 – 06.11.2022 18:00

Die Sonderausstellung präsentiert Werke der beiden Landschaftsmaler Markus Matthias Krüger (1927–2004) und Wolfgang Mattheuer (geb. 1981).

Gemälde einer Landzunge mit Bäumen von denen einer brennt. Drumherum ein Gewässer, im Hintergrund ein weiterer Wald
Markus Matthias Krüger, Brennender Baum, 2014, Acryl und Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, Sammlung Fritz P. Mayer, Frankfurt/ Main Bild: © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
06.11.2022 18:00

Markus Matthias Krüger und Wolfgang Mattheuer – Unter blauen Himmeln

Genre Ausstellung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Angermuseum Erfurt
Veranstaltungsort Angermuseum Erfurt, Anger 18, 99084 Erfurt
workTel. +49 361 655-1651+49 361 655-1651 faxFax +49 361 655-1659

Zur Ausstellung

Die Kunst von Wolfgang Mattheuer (1927– 2004) ist ohne das Bekenntnis zur den verschiedenen Traditionen der figürlichen und erzählenden Malerei in Deutschland und Europa von der Renaissance bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nicht zu denken. Stilistisch knüpfte der berühmte Lehrer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig sowohl an der geometrisch vereinfachten Figuration an, wie sie beispielsweise für Fernand Leger typisch war, als auch an den Sehnsuchtsmotiven der deutschen romantischen Malerei nach 1800. Die sachlich-plastische Raumorganisation seiner Bilder, die ohne impressive und gestisch-malerische Momente auskommen, speist sich aus der intensiven Eigenfarbigkeit ihrer figürlichen Bestandteile. Viele Bildfindungen wirken erzählerisch, nehmen auf populäre Mythen etc. Bezug, andere entfalten eine gleichsam magische Präsenz der Objekte.

Der über 50 Jahre jüngere Markus Matthias Krüger (geb. 1981) studierte ebenfalls an der HGB Leipzig, wo er bis 2013 Meisterschüler in der Klasse von Annette Schröter war. Seine Malweise mit feinen Pinseln erzeugt Landschaftsausschnitte von realistischer Präzision, doch was sich darin ereignet, entspringt nicht der Beobachtung, sondern der Fantasie. So schreibt Krüger die Traditionen der Neuen Sachlichkeit, des Magischen Realismus und der Romantik in der Gegenwart fort. Frédéric Bußmann charakterisierte diese Landschaften treffend als "Stimmungsbilder, denen ein irritierendes Gefühl existenzieller Absurdität anhaftet und von denen etwas Unheimliches ausgeht."

Die Ausstellung der beiden Landschaftsmaler berührt die Frage der kulturellen Identität einer Region: Gibt es besondere Traditionslinien, die sich in bestimmten personellen und räumlichen Konstellationen immer weiter fortschreiben? In denen sich bestimmte Eigenheiten nicht nur produktionsseitig verstetigen, sondern auch auf der Seite der Rezeption?

Veranstaltungen

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