Farbharmonie als Ziel. Adolf Hölzel auf dem Weg zum Ungegenständlichen

13.07.2019 16:00 – 06.10.2019 18:00

Der Künstler Adolf Hölzel (1853 – 1934) zählt zu den frühen Wegbereitern der Malerei der Moderne. Mit über 100 Exponaten, darunter 28 erstmalig präsentierten Werken, bietet die Ausstellung einen Einblick in die faszinierende künstlerische Vielfalt seines Schaffens.

Ein sehr buntes, abstraktes Gemälde
Adolf Hölzel (1853-1934): Ohne Titel, um 1925 Bild: © Adolf Hölzel-Stiftung, Stuttgart
06.10.2019 18:00

Farbharmonie als Ziel. Adolf Hölzel auf dem Weg zum Ungegenständlichen

Genre Ausstellung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Kunstmuseen
Veranstaltungsort Angermuseum Erfurt, Anger 18, 99084 Erfurt

Vom Realismus und Impressionismus der frühen, im Umkreis der Künstlerkolonie Dachau entstandenen Bilder entwickelte Hölzel seine Kunst stetig weiter bis hin zu den farbkräftigen abstrakten Kompositionen seines Spätwerks, auf denen ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt. Hölzels Schaffen ist von einer beständigen Lust am experimentellen Erweitern der künstlerischen Mittel und der sensiblen Reflexion über die Gesetzmäßigkeiten bildnerischen Schaffens geprägt. So erkannte er als einer der ersten Künstler das Unbewusste als Potenzial für die bildende Kunst und entwickelte lange vor den Surrealisten ab 1898 eine eigene Form des automatischen, gegenstandslosen Zeichnens. Als Pionier der Abstraktion wurde Adolf Hölzel zu einem der einflussreichsten Lehrer seiner Zeit. Zu seinen Schülern an der Stuttgarter Kunstakademie gehörten unter anderen Oskar Schlemmer, Ida Kerkovius, Johannes Itten und Willi Baumeister. Nach dem Ende seines akademischen Lehrberufs konzentrierte sich Hölzel auf das Pastell und steigerte mit diesem Medium die Farbigkeit seiner abstrakten Kompositionen zu intensiver Leuchtkraft und Lebendigkeit.

Die vom Museum Georg Schäfer in Schweinfurt übernommene Ausstellung folgt den einzelnen Entwicklungsschritten von Adolf Hölzels Schaffen und macht das erstaunlich weite Spektrum seines Werks sichtbar. Neben Ölbildern, Pastellen, Tuschzeichnungen und Collagen werden auch ausgewählte Glasfenster sowie zahlreiche Originaldokumente präsentiert.