1 00:00:00,001 --> 00:00:01,880 Nathalie Ohm: Wir sind heute hier in der Sonderausstellung 2 00:00:01,905 --> 00:00:04,555 des Angermuseums zu Alexander Camaro. 3 00:00:04,580 --> 00:00:07,619 Hinter mir ist einess seiner größten Bilder: die Luftschaukel. 4 00:00:07,644 --> 00:00:08,944 Es ist ein Triptychon. 5 00:00:08,971 --> 00:00:11,087 Das heißt, dass es aus drei Teilen besteht. 6 00:00:11,112 --> 00:00:14,142 Aber es sieht als ein Bild komplett aus. 7 00:00:14,262 --> 00:00:18,929 Was darauf vor allen Dingen zu sehen ist, ist Alexander Camaros Lebensphilosophie. 8 00:00:19,220 --> 00:00:22,723 Der Mann hat sein komplettes Leben lang mit dem Theater zu tun gehabt, 9 00:00:22,747 --> 00:00:25,984 mit Schaubuden, mit Jahrmärkten, mit eigentlich allem allem, 10 00:00:26,009 --> 00:00:28,175 was mit Bühnen passiert und auf Bühnen passiert. 11 00:00:28,200 --> 00:00:33,366 Und diese Luftschaukeln symbolisieren für ihn, dass das Leben leicht sein kann. 12 00:00:33,460 --> 00:00:36,207 Allerdings auch, dass es aus einem ständigen Vor und Zurück, 13 00:00:36,232 --> 00:00:39,295 aus einem Hoch und Runter zusammengesetzt ist. 14 00:00:39,320 --> 00:00:42,522 Es ist die Leichtigkeit auf der einen Seite 15 00:00:42,547 --> 00:00:46,648 und auf der anderen Seite allerdings auch immer mit einem Schwung der Melancholie. 16 00:00:46,673 --> 00:00:49,404 Das bedeutet mit ein bisschen Traurigkeit, 17 00:00:49,429 --> 00:00:51,507 mit einem bisschen vom Bitteren im Leben, was 18 00:00:51,532 --> 00:00:53,341 man dann hier an der Farbpalette sieht. 19 00:00:53,366 --> 00:00:56,015 Wir haben auf der einen Seite helle Farben, das Weiß und 20 00:00:56,040 --> 00:00:58,492 dieses wunderschöne Pink, auf der anderen Seite allerdings 21 00:00:58,517 --> 00:01:01,482 auch dieses Grau.