Öffentliche Kuratorenführungen und Ausstellungsgespräch in der Kunsthalle und im Angermuseum

09.03.2018 13:29

Zu zwei Führungen und einem Ausstellungsgespräch laden die Kunstmuseen ein. Am Sonntag, dem 11. März, führt Prof. Dr. Kai Uwe Schierz um 11:15 Uhr durch die Sonderausstellung „Ruprecht von Kaufmann. Die Evakuierung des Himmels“ in der Kunsthalle Erfurt. Um 15 Uhr folgt ein Rundgang durch die Ausstellung „Franz Markau (1881-1968). Aspekte seines Lebenswerkes“ im Angermuseum. Anlässlich dieser Ausstellung findet auch am Dienstag, dem 13. März, ein Gespräch mit Anselm Räder, dem Enkel des Künstlers, statt.

Farbiges Gemälde
Foto: Ruprecht von Kaufmann: Spirou (oder eine Reihe willentlich schicksalhafter Zufälle), 2016 Foto: © Ruprecht von Kaufmann

Im Fokus der Führung am Sonntag um 11:15 Uhr in der Kunsthalle stehen die Werke Ruprecht von Kaufmanns. Im Schaffen des Berliner Künstlers steht die figurative Malerei im Mittelpunkt. In der Erfurter Ausstellung sind über 100 Werke aus verschiedenen Arbeitsphasen ausgestellt. Die Führung ist eine gute Gelegenheit, um sich mit der surrealen Welt des Künstlers vertraut zu machen.

Farbiges Gemälde eines Herren, der ein Kind auf den Schultern trägt
Foto: Franz Markau: Selbst mit Anselm, 1948, Öl auf Leinwand Foto: © Angermuseum Erfurt

Der Maler Franz Markau, der zu den bedeutenden Thüringer Künstlern des 20. Jahrhunderts zählt, mag für viele Menschen ein Unbekannter sein, dabei stellte er bis ins hohe Alter regelmäßig im Erfurter Angermuseum und in Weimar aus. Umso wichtiger ist es nun, dass das Angermuseum auf Anregung von Dr. Anselm Räder, dem Enkel des Künstlers, erneut auf dieses bemerkenswerte Œuvre hinweist. Der Rundgang am Sonntag um 15 Uhr mit Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Direktor der Kunstmuseen, trägt dazu ebenso bei wie das Ausstellungsgespräch am Dienstag um 18 Uhr.

Prof. Dr. Kai Uwe Schierz und Kurator Thomas von Taschitzki haben dazu Dr. Anselm Räder eingeladen. Auf dessen Vorarbeit basiert maßgeblich die umfangreiche Retrospektive des künstlerischen Werks von Franz Markau. Außerdem arbeitet er seit einigen Jahren den Nachlass seines Großvaters auf und erstellt ein Werkverzeichnis.

Im Gespräch mit Dr. Räder werden die Kuratoren der Markau-Ausstellung, Prof. Dr. Kai Uwe Schierz und Thomas von Taschitzki, zahlreiche Fragen rund um das vielfältige künstlerische Werk und die Biografie von Franz Markau erörtern.

Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis in die DDR spannt sich der bewegte Lebenslauf von Franz Markau. Der 1881 in Berlin geborene Maler war nach einer Anstreicherlehre, einem Kunststudium und den ersten Berufsjahren in Berlin von 1926 bis 1945 Professor für Wandmalerei an der Kunstgewerbeschule Erfurt, lebte anschließend als freischaffender Maler in Weimar und zählt zu den bedeutenden Thüringer Künstlern des 20. Jahrhunderts.

Fünfzig Jahre nach seinem Tod bietet die Retrospektive im Angermuseum Erfurt mit 180 Werken einen Überblick über sein Schaffen, von den expressionistischen Bildern der Anfangszeit über das auch impressionistische mittlere Werk seiner Erfurter Jahre bis zu den farbintensiven, von der Anthroposophie inspirierten späten Bildern.

Eine Frau steht vor einem Bild und betrachtet es
Foto: Blick in die Markau-Ausstellung im Erfurter Angermuseum Foto: © Stadtverwaltung Erfurt/Dirk Urban